Sitting Ducks

Nicht Enten angeln, sondern Enten abknallen....

Autor: Keith Meyers
Verlag: Amigo Spiele
Erschienen: Essen 2006
Anzahl Spieler: 3 - 6
Altersgruppe: ab 10 Jahre
Spieldauer: 20 Minuten
Spielregel: Sitting_Ducks_Regel_12575.pdf

Sitting Ducks (Mit 4 verschiedenen Schachtelmotiven) Foto: www.amigo-spiele.de

Spielidee:

Die Spieler versuchen ihre eigenen Enten vor den gefährlichen Schüssen der Mitspieler zu beschützen und so viele fremde Enten wie möglich abzuschießen. Wer als letzter noch eine Ente im Wasser schwimmen hat, während die Enten der Mitspieler bereits das Zeitliche gesegnet haben, hat das Spiel gewonnen.


Spielmaterial:

36 Entenkarten, 5 Wasserkarten, 32 Aktionskarten, 6 Himmelkarten und 6 Fadenkreuze


Sitting Ducks - Spielszene Foto: www.boardgamegeek.com


Spielvorbereitung:

Nach der Farbwahl legt jeder Spieler eine Ente in seiner Farbe vor sich ab. Nicht benötigte Entenfarben werden zurück in die Schachtel gelegt. Die verbliebenen Enten werden mit 5 Wasserkarten gemischt und verdeckt als Entenpool auf den Tisch gelegt. Im sicheren Pool passiert den Enten nichts, allerdings schwimmen sie recht schnell ins Schussfeld, wofür 6 Fadenkreuzkarten bereitgelegt werden. 6 Himmelskarten markieren die vorgesehenen Positionen der Fadenkreuzkarten und werden nebeneinander ausgelegt. Nun werden 6 Entenkarten aufgedeckt und links vom Entenpoolstapel der Reihe nach unter den Himmelskarten ausgelegt. Dabei müssen die Enten alle nach links schauen, da sie aus dem Entenpool kommen und versuchen wegzuschwimmen. Die Enten- und Wasserkarten bilden das Schussfeld für die Spieler. Abschließend werden die Aktionskarten gemischt und jeweils drei Karten an die Spieler verteilt. Die restlichen Aktionskarten dienen als Nachziehstapel und werden neben das Ende des Schussfeldes gelegt.


Spielbeschreibung:

Es beginnt der Spieler dessen Ente ganz vorne, also links ausliegt. Das Spiel geht anschließend im Uhrzeigersinn weiter. Der aktive Spieler muss zwei Aktionen ausführen. Zu erst spielt er eine Aktionskarte aus, auch dann wenn ihm diese Karte nichts nützt, sondern eher schadet.

Um ein Fadenkreuz auszulegen, muss die Aktionskarte „Zielen“ gespielt werden. Der aktive Spieler kann sich nun aussuchen, wo er das Fadenkreuz im Schussfeld platziert. Um eine durch das Fadenkreuz anvisierte Ente abschießen zu können, muss in einem späteren Zug die Aktionskarte „Feuer“ ausgespielt werden. Eine Aktionskarte „Querschläger sorgt z.B. dafür, dass nicht die anvisierte Ente erschossen wird, sondern eine benachbarte. Die Aktionskarte „Ententanz“ verursacht, das alle Schussfeldkarten zurück in den Entenpool gemischt und das Schussfeld neu ausgelegt wird. Ingesamt gibt es 16 unterschiedliche Arten von Aktionskarten, die alle lustige, comicartige Entenbilder zeigen.

Als zweites füllt der aktive Spieler seine Kartenhand wieder auf und zieht eine Karte nach. Falls der Spieler jedoch keine Aktionskarte ausspielen kann, da alle seine Karten nicht ausführbar sind, kann er eine Karte nach Wahl abwerfen.

Wenn eine Ente abgeschossen wurde, erhält der Besitzer seine Ente zurück und legt sie auf seinen Entenstapel. Sobald ein Spieler alle seine 6 Enten auf seinem Stapel ausliegen hat, spielt er zwar weiter mit, kann jedoch nicht mehr gewinnen. Das Spiel endet, wenn nur noch ein Spieler eine Ente im Schussfeld bzw. im Pool besitzt und die Enten der Mitspieler bereits alle abgeschossen wurden.


Sitting Ducks - Gelbe Ente im Fadenkreuz Foto: www.boardgamegeek.com

Fazit:

Sitting Ducks ist ein simples Ärgerspiel, das sich bestens als Absacker eignet, da es kein abendfüllendes Spiel ist. Indem man die Enten der Mitspieler abschießt und seine eigenen versucht zu schützen, macht man sich nicht gerade Freunde. Mitleid ist bei diesem Spiel absolut fehl am Platze. Zu beachten ist, dass man es nicht immer auf den gleichen Spieler absehen sollte, da auch ausgeschiedene Spieler bis zum Ende Karten ausspielen dürfen. Daher sollte man eins nicht vergessen: „Rache ist süß“! Letztlich bestimmt bei diesem Spiel meist ein ausgeschiedener Spieler, welcher Spieler bei zwei übriggebliebenen Enten, das Spiel gewinnt. Kurzum, man sollte sich damit abfinden, dass es zum Ende des Spiels fast immer einen „Königsmacher“ gibt.

Aufgrund des stetigen Kartenziehens ist das Spiel natürlich nicht planbar und sehr glücksabhängig. Taktisch hat Sitting Ducks nur sehr wenig zu bieten. Das ist wohl auch so beabsichtigt, da es ein lustiges Ärgerspiel sein soll. Unbefriedigend ist aber, dass man es nur in den seltensten Fällen schaffen wird, seine eigenen Enten wirksam vor den Gegnern zu beschützen. Gerade in einer größeren Runde ist eine eigene Ente längst anvisiert und erschossen, bevor man wieder selbst am Zug kommt.

Die Spielregel wurde sehr gut ausgearbeitet, so dass das Spiel schnell erlernbar ist. Langes Grübeln ist bei diesem Spiel nicht notwendig, da die Kartenauswahl nicht groß ist. Außerdem ist „Sitting Ducks“ von kurzer Spieldauer. Unsere Partien dauerten nur ca. 15-20 Minuten. Für dieses Spiel gilt: entweder mag man Ärgerspiele dieser Art oder nicht. Die Meinungen unserer Spieler waren hier sehr gespalten. Die lustige Illustration der Spielkarten ist auf jeden fall sehr gelungen und sorgt für das gewisse Etwas. Wer schnelle, kurzweilige Ärgerspiele mit hoher Glückskomponente und wenig Taktik mag, liegt bei diesem Spiel genau richtig.

Wir danken dem Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars!


Sitting Ducks - kostenlose Promokarte (nicht im Grundspiel enthalten) Foto: www.amigo-spiele.de

Unsere Spielspaß-Wertung: geht so


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