Was geschah in der Villa ?

Cluedo (Buchformat)

Foto: www.boardgamegeek.com

  • Autor: Anthony Pratt
  • Verlag: Parker (Hasbro)
  • Erschienen: Nürnberg 2007
  • Anzahl Spieler: 3 - 5
  • Altersgruppe: ab 8 Jahre
  • Spieldauer: 30 - 45 Minuten
 

Spielidee:

Die Spieler sind als Detektive tätig und ermitteln in einem Mordfall. Doktor Schwarz wurde in einer Villa ermordet und nun gilt es, die genauen Tatumstände herauszufinden. Daher beschäftigen sich die Spieler während des ganzen Spiels mit drei Fragen. „Wer hat Dr. Schwarz ermordet?“, „Wo geschah der Mord?“ und „Welche Tatwaffe wurde verwendet?“. Wer diese Fragen als erster beantworten kann und mit seiner Anklage richtig liegt, gewinnt das Spiel.

Spielmaterial:

1 Spielplan, 6 Spielfiguren, 6 Tatwaffen (Seil, Heizungsrohr, Dolch, Rohrzange, Leuchter und Pistole), 6 Karten mit Verdächtigen, 6 Karten mit Tatwaffen, 9 Karten mit Räumen, 1 Detektiv-Notizblock, 6 Bleistifte, 1 Mordakte und 2 Würfel

Cluedo (Buchformat) - Spielaufbau

Foto: www.hasbro.de

Spielvorbereitung:

Auf dem Spielplan ist in der Mitte eine Treppe abgebildet, die von 9 Räumen einer Villa umschlossen wird. Auf der Treppenabbildung wird später die Mordakte in Form eines Umschlags platziert. Verbunden sind die Räume durch Flure, die sich aus viereckigen Markierungen zusammensetzen und zum Ziehen der Spielfiguren genutzt werden. Die Startpositionen der insgesamt 6 Figuren bzw. Tatverdächtigen ist am Spielplanrand abgebildet und wird mit den Spielfiguren besetzt. Alle Personen sind verdächtigt und jeder Spieler wählt eine Person aus, um mit dieser in der Villa agieren zu können. Die insgesamt 6 Tatwaffen werden beliebig auf die Räume der Villa verteilt. Die drei Kartenstapel werden gemischt. Hierbei besteht ein Stapel aus den Verdächtigenkarten, einer aus den Tatwaffenkarten und einer aus den Raumkarten. Von jedem Stapel wird eine Karte gezogen, verdeckt in den Umschlag der Mordakte gelegt und auf die abgebildete Treppe des Hauses platziert. Diese Akte enthält nun die Informationen, die den Mordfall von Dr. Schwarz betreffen. Wer ist der Täter? Wo und womit wurde er ermordet? Die verbleibenden Karten werden verdeckt gemischt und an die Spieler verteilt. Die Spieler können somit ihre Handkarten bereits für den Mordfall ausschließen. Hierfür erhalten sie ein Blatt, um dort ihre ausgeschlossenen Verdächtigungen zu notieren. Der Zettel muss vor den anderen Spielern während des Spiels geheim gehalten werden. Nun kann das Spiel beginnen und der Spieler, der mit Fräulein Gloria spielt, fängt an.

Spielbeschreibung:

Der aktive Spieler kann in seinem Zug würfeln oder einen Geheimgang nutzen. Mit seiner gewählten Spielfigur zieht er die entsprechenden Felder gemäß Würfelwurf auf dem Spielplan voran. Sollte er mit seiner Figur in einen Raum ziehen, darf er eine Vermutung äußern. Die Spieler können sich nach der Befragung der Mitspieler Notizen machen. Ein Zimmer darf in einem Zug nur einmal betreten werden. In den Räumen dürfen mehrere Figuren, aber auf den Spielfeldern nur jeweils eine Figur stehen. Um die Mitspieler in einem Raum zu befragen, muss man eine Tatwaffe und eine Spielfigur, die sich eventuell in anderen Räumen befinden, zum eigenen Aufenthaltsort dazuholen und dort platzieren. Der aktive Spieler äußert nun seinen Verdacht, der sich aus dem Raum, einer Tatwaffe und einer Figur zusammensetzen muss. Die Mitspieler werden der Reihe nach befragt, ob sie eine der genannten Karten besitzen. Die Befragung dauert so lange an, bis einer der Mitspieler eine dieser möglichen Karten vorweisen kann. Diese Karte muss er nun dem aktiven Spieler verdeckt zeigen. Allerdings kann es auch vorkommen, dass keiner der Spieler eine entsprechende Karte besitzt. Der Zug des aktiven Spielers endet nach der Befragung und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Spielende:
Zum Ende seines Zuges kann jeder Spieler Anklage erheben und den Mörder, die Tatwaffe sowie den Tatraum bekannt geben. Der Spieler darf dann die Mordakte öffnen und geheim nachsehen, ob er mit seiner Anklage richtig liegt. Falls dies der Fall ist, hat er gewonnen. Sollte er sich jedoch geirrt haben, ist er nicht mehr am Spiel beteiligt und legt die Mordakte zurück auf den Spielplan. Seine Mitspieler dürfen dann weiterspielen.

Fazit:

„Cluedo“ ist eines der wenigen Detektivspiele. Die Spieler sollen herausfinden, wo sich der Mord in der Villa zugetragen hat, welcher Gegenstand die Mordwaffe war, und wer der Mörder ist. Während des Spiels dürfen die Spieler die ermittelten Infos auf einem Blatt notieren. Gewonnen hat der Spieler, der die richtige Mordanklage äußert. Nur diese drei Fragen beschäftigen die Spieler während des Spiels. Diese mehr als 20 Jahre alte Spielidee klingt sehr simpel, aber auch interessant. „Cluedo“ gehört mittlerweile zu den Spieleklassikern und erschien im Laufe der Jahre bereits in mehreren Variationen im Handel. Das Spiel ist nicht besonders anspruchsvoll, aber eben familientauglich und recht schnell gespielt. So brauchten wir meist nur 30-40 Minuten. Durch die immer neuen Mordkombinationen, ist es möglich, das Spiel auch mehrfach hintereinander zu spielen.

Die Neuauflage im Buchformat passt in jedes Bücherregal. Durch einen Magnetmechanismus öffnet man dieses „Buch“ und findet das Spielmaterial genau passend und gut sortiert vor. Die altbewährten Spielmaterialien wurden fast alle beibehalten. Nur der Spielplan sowie die Karten wurden etwas modernisiert und dem heutigen Design angepasst. Außerdem wurden die Spielfiguren detailgetreu nachempfunden und sehen recht ansprechend aus. Soweit ich mich erinnere, gehörten zu den ersten Cluedo-Ausgaben nur einfache, farbige Spielfiguren aus Holz. Wer Detektivspiele mag, trifft auch heute noch mit Cluedo eine gute Wahl.

Das praktische Cluedo-Buchformat ist eine nette Idee und eine gute Alternative zur „normalen“ Spieleschachtel. Wer das Original noch nicht besitzt und sich das Spiel immer schon mal zulegen wollte, kann hier getrost zugreifen.

Wir danken dem Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

Unsere Spielspaß-Wertung:

geht so

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