"Abrakadabra und dreimal Schwarzer Kater"

Flinke Feger

Foto: www.luding.org

  • Autor: Bruno Cathala und Serge Laget
  • Grafik: Stéphane Pinsot und Eckhard Freytag
  • Verlag: Pro Ludo
  • Erschienen: Essen 2007
  • Anzahl Spieler: 2 - 6
  • Altersgruppe: ab 8 Jahre
  • Spieldauer: 30 Minuten
 

Spielidee:

"Was machen die Hexen, wenn sie sich im tiefsten Wald versammeln? Sie machen bei einem Wettrennen auf ihren fliegenden Besen auf sich aufmerksam und konkurrieren unter Einsatz all ihres Geschicks und voller Tollkühnheit. Um den Sieg davonzutragen ist alles möglich: So schnell wie möglich zur Ziellinie zu düsen, Punkte durch akrobatische Flugmanöver zu machen oder sogar zu probieren, die Gegner auszubremsen."

Spielmaterial:

26 Spielplankarten, 6 Miniatur-Hexen in verschiedenen Farben, 1 Plättchen Verwünschung, 9 Würfel mit Zauberformeln, 6 Sets mit jeweils 9 Karten (ein Set pro Spieler), 27 Karten Schwarze Magie, eine Schachtel mit Verschluss, die als Würfelfeld dient und die das große Buch der Magie verkörpert.

Flinke Feger - Spielmaterial

Foto: www.boardgamegeek.com

Spielbeschreibung:

Zuerst werden die Spielplankarten als Parcours ausgelegt und das Zauberbuch wird in die Mitte des Tisches gelegt. Alle Spieler bekommen ein "Silbenset" bestehend aus 9 Karten mit unterschiedlichen Silben und Symbolen. Außerdem werden 9 Würfel mit den 9 Symbolen jeweils in Schwarz und rot in das magische Buch gelegt.

Eine Runde besteht aus 4 Zauberphasen. Zuerst kommt es zum Blick in das Buch der Magie. Es würfelt immer der Spieler, der letzter auf dem Parcours ist. Der Würfelwurf wird in die offene Schachtel geworfen. Nun müssen die Spieler sich die einzelnen Zaubersymbole auf den Würfeln merken. Allerdings müssen sie hierbei beachten, nur die Symbole der Farbe rot oder schwarz zu wählen. Hierbei dürfen die Symbole nicht in der jeweiligen anderen Farbe vorhanden sein. Ist ein Spieler sicher, einen Zauberspruch aufsagen zu können, sollte er schnell die Buchseite umschlagen, um den anderen Spielern weitere Blicke zu verwehren.

Nun muss jeder seine Formel darstellen. Wichtig für eine gültige Formel ist, dass nur Symbole einer Farbe vorkommen. Die Formeln werden mithilfe der Handkarten ausgelegt (bestehend aus den Silben und Symbolen).

Nach alle Spieler ihre ausgespielten Karten aufgedeckt haben, wird der Buchdeckel gehoben und die Gültigkeit der Formeln überprüft. Abschließend wird die Wirkung der Zauberformel umgesetzt. Es beginnt der Spieler, der das Buch als erster geschlossen hatte. Ist mindestens ein Symbol dabei, welches nicht in der Formel vorkommt, darf die Hexe in der aktuellen Runde nicht weiterfliegen. Nur eine gültige Formel bringt die Hexen weiter. Je nach der Anzahl der ausgelegten Karten einer Formel, darf die Hexe vorwärts ziehen. Perfekt läuft es, wenn der Spieler sogar alle gültigen Würfelsymbole der Farbe schwarz oder rot aufgedeckt hat. Auch hierfür rückt die Hexe des Spielers um so viele Felder vor, wie Karten ausgespielt wurden. Als Besonderheit gibt es für diesen Spieler noch einen Bonus, bestehend aus zwei zusätzlichen Zügen auf dem Parcours für die Formelfarbe rot oder aber eine Sonderkarte für die Formelfarbe schwarz.

Grundsätzlich darf aber die führende Hexe den Bonus der perfekten Formel nicht nutzen und die Hexe, welche das Buch nach einem Wurf geschlossen hat, aber keine gültige Formel erkannt hat, muss sogar auf dem Parcours zurück ziehen.

Spielende:
Sobald eine Hexe das Ziel erreicht hat, endet das Spiel. Zu den Punkten, die auf dem Parcours abgebildet sind, rechnen die Spieler die Summe ihrer Bonuskarten. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel.

Fazit:

Flinke Feger - Typischer Würfelwurf

Foto: www.boardgamegeek.com

"Abrakadabra und dreimal Schwarzer Kater" oder so ähnlich. Ins Auge fällt sofort die interessante Aufmachung, da die Spielbox mit einem Verschluss geschlossen wird und u.a. als Spielplan dient. Wer ein gutes Gedächtnis besitzt, hat die besten Chancen, auf dem Parcours voran zu kommen und das Spiel zu gewinnen. Jede Runde müssen die Spieler bzw. Hexen die richtige Zauberformel aufsagen.

Strategen werden bei diesem Spiel nicht auf ihre Kosten kommen, es sei denn, sie lieben komplexe Gedächtnisspiele. Dadurch, dass die Spieler in der ersten Phase sehr unter Zeitdruck stehen, kann das Spiel für manchen durchaus anstrengend sein. Flinke Feger vereint Schnelligkeit und Erinnerungsvermögen, so dass vor allem Kinder den Erwachsenen überlegen sein sollten. Dennoch werden erfolgreiche Memory-Spieler sicherlich ihre Freude haben. Aufgrund der kurzen Spieldauer ist das Spiel eher als Absacker geeignet und weniger als abendfüllendes Spiel. Zu zweit macht das Spiel jedoch nicht so recht Spaß. Erst ab einer Viererrunde wird es richtig interessant.

Meiner Meinung nach kann das Spiel optisch Kinder nicht so recht begeistern, da es weitaus lustigere Gedächtnisspiele gibt. Erwachsene, die Gedächtnisspiele mögen und über eine schnelle Auffassungsgabe verfügen, sollten einfach mal eine Probepartie spielen. Alles in allem ist Flinke Feger ein nettes Spiel für Familien, allerdings mit einer altbekannten Spielidee.

 

Unsere Spielspaß-Wertung:

nettes, überdurchschnittliches Spiel

Wir danken dem Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

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